Gedanken zum Ullrich-Turner-Syndrom

Meine ganz persönlichen Gedanken über das UTS aus Sicht einer Betroffenen

  

Gerade weil nicht viele Kinder, bei denen das Turner-Syndrom vorliegt, die Schwangerschaft überleben, bin ich verdammt froh, leben zu dürfen! Und gerade das macht mich zu einer Kämpfernatur, die sich meist sehr gut behaupten kann, trotz geringer Körpergröße und anderen Herausforderungen!

 

Wir als Betroffene haben von Anfang an das Leben bejaht, und lassen uns so leicht nicht unterkriegen! Deswegen sollten gerade werdende Eltern auch ja sagen zu dem Leben, für das sich die Kinder durchsetzen konnten.

 

Was macht einen Menschen aus? Die Anzahl seiner Chromosome?

Wodurch definiert sich ein Mensch? Anhand dem Ergebnis seiner genetischen Analyse? Oder das er Kinder bekommen kann?

 

NEIN, ganz sicher nicht!

 

Ein Mensch zeichnet sich dadurch aus, das er lacht und weint, Freude empfindet und auch Leid; Freundschaften schließt, mitfühlt, vergisst und vergiebt.

Was ändert sich mit der Diagnose UTS? Eigentlich nichts! Der Mensch ist wie er ist, oder was er selbst aus sich macht.

 

Wie sehr beeinflusst UTS also mich als Mensch oder mein Leben? Nur so weit, wie ich selbst oder die Gesellschaft es auf bestimmte Normen reduziert. Doch was ist normal? Sind wir normal?  Klar sind wir normal, so normal wie jeder Andere auch! Aber wer oder was ist schon normal?!

 

Mein Leben wird nicht vom UTS beeinflusst. Es ist zwar ein Teil meines Lebens, den ich hinnehmen muss, und der garantiert nicht immer einfach zu akzeptieren ist. Aber ich habe gelernt mich selbst so zu lieben, wie ich bin!